Tag 11: rechts oder Links und wieso Speedy Gonzales


Die Nacht auf dem Mini Campingplatz war keine gute Entscheidung. Wir wurden in der Nacht von Blutsaugern überfallen und regelrecht geärgert! Gegen halb 4 sind wir dann vor Erschöpfung eingeschlafen. Um 6.30 klingelt der Wecker und wir denken nur – was für eine Nacht! Scheiße nä!

Die Nase aus dem Bus Richtung Himmel und den Wetterbericht checken – sieht gut aus und so packen wir schnell unsere Sachen, Frühstücken und starten los.

Als ich auf dem Fluss bin, kommt die Abzweigung, fahr ich rechts oder links?? Ich musste die Route dem Wetter anpassen und so sollte ich mit dem Schutz des Ufers eigentlich nördlich paddeln. Aber der Nebel ist so stark, dass man kaum die Abzweigung erkennen kann. Mein Herz sagt mir, lass es – nehme deine Route zum Meer, fahre ein paar Kilometer mehr, und das sollte sich als richtig herausstellen. Denn in dem Moment kommt wie aus dem Nichts eine Personenfähre, die hätte mich vermutlich voll über den Haufen gefahren, wenn ich den Fluss gekreuzt hätte.

Ich nehme die südliche Route, die hoffentlich Schönere, mitten durch ein riesiges Naturschutzgebiet. Auch hier findet sich am Ufer Plastikmüll, Petflaschen zwischen den Steinen, Müllsäcke und viele Kleinteile an den Steinufern.

Als ich in Willemstop ankomme, hat der Wind wieder zugelegt. Von rechts kommt die Dordtsche Kill, eine Fahrrinne für Binnenschiffe. Ich gucke rechts, gucke links und noch mal rechts – freie Bahn und los. Nach 50 Metern fällt mir auf, dass die Schiffe hier mit Volldampf unterwegs sind und ich lege einen Zahn zu. Von links kommt dann auch noch plötzlich einer, der in die Fahrrinne einbiegt und ich gebe Vollgas. Er hält schön auf mich zu und ich paddel wie Speedy Gonzales. Puhhhh, geschafft!!! Habe ich doch noch ein paar Kraftreserven in mir, von denen ich bisher nichts gemerkt hatte.

Weiter geht es am rechten Ufer entlang, vorbei an der naturbelassenen Uferzone. Linke Seite: Industrielandschaften und große Hafenanlagen. Als der Wind auffrischt, zieht ein Unwetter heran und ich beschließe, es in einer kleinen Bucht abzusitzen. Gute Entscheidung – denn der Wind kommt mit voller Breitseite, weht fast den Baum weg, unter dem ich Schutz suche. Die Sicht liegt nur noch bei vielleicht 100 Metern und nach 10 Minuten ist alles wieder vorbei.
Ich sammle noch den Müll ein, der hier rumliegt, schieße ein paar Fotos und bin froh, nicht hier übernachten zu müssen!

Weiter geht’s, Anja und ich schließen uns kurz und machen einen Treffpunkt aus. Wir treffen uns in Schuring und ich freue mich grad wie verrückt, denn das Ziel kommt wieder in greifbare Nähe – YEAHHHHH!

Danke an euch alle, dass ihr mir via Internet und Telefon so viel tolle Motivation gesendet habt!
Einfach großartig!! 🙂
11_CRP_Tagebuch_01

11_CRP_Tagebuch_02

11_CRP_Tagebuch_03

11_CRP_Tagebuch_04

11_CRP_Tagebuch_05

11_CRP_Tagebuch_06

11_CRP_Tagebuch_07

11_CRP_Tagebuch_08

11_CRP_Tagebuch_09

11_CRP_Tagebuch_10

11_CRP_Tagebuch_11

11_CRP_Tagebuch_12

11_CRP_Tagebuch_13

11_CRP_Tagebuch_14

11_CRP_Tagebuch_15

11_CRP_Tagebuch_16

11_CRP_Tagebuch_17

11_CRP_Tagebuch_18

11_CRP_Tagebuch_19

11_CRP_Tagebuch_20

11_CRP_Tagebuch_21

11_CRP_Tagebuch_22

11_CRP_Tagebuch_23

11_CRP_Tagebuch_24

11_CRP_Tagebuch_25

11_CRP_Tagebuch_26

11_CRP_Tagebuch_27

11_CRP_Tagebuch_2811_CRP_Tagebuch_01

11_CRP_Tagebuch_02

11_CRP_Tagebuch_03

11_CRP_Tagebuch_04

11_CRP_Tagebuch_05

11_CRP_Tagebuch_06

11_CRP_Tagebuch_07

11_CRP_Tagebuch_08

11_CRP_Tagebuch_09

11_CRP_Tagebuch_10

11_CRP_Tagebuch_11

11_CRP_Tagebuch_12

11_CRP_Tagebuch_13

11_CRP_Tagebuch_14

11_CRP_Tagebuch_15

11_CRP_Tagebuch_16

11_CRP_Tagebuch_17

11_CRP_Tagebuch_18

11_CRP_Tagebuch_19

11_CRP_Tagebuch_20

11_CRP_Tagebuch_21

11_CRP_Tagebuch_22

11_CRP_Tagebuch_23

11_CRP_Tagebuch_24

11_CRP_Tagebuch_25

11_CRP_Tagebuch_26

11_CRP_Tagebuch_27

11_CRP_Tagebuch_28