Tag 3: Trotz ACDC – ADAC


Darth Vader hat uns nix getan und war ein echt cooler Typ!
Wir bekommen Frühstück und frischen Kaffee – was für ein guter Start denke ich.

Kai hat sich für heute angemeldet, denn er möchte mich gerne ein Stück auf meiner Reise begleiten. Er hatte mir vor einigen Wochen Fotos von der Ems geschickt, als er dort mit seinem Kajak Müll eingesammelt hatte.

Wir packen und wollen starten – aber dann das… nix geht!
Die Batterie ist tot, ich habe total vergessen, den Kühlschrank auszuziehen. Wir blockieren die Ausfahrt, Frank kann nicht auf die Arbeit fahren und so stellen wir erst einmal sämtliche Pläne für den Morgen auf den Kopf.

Trotz ACDC als Kopfkissen hilft uns dann nur der ADAC. Mit großer Verspätung treffe ich Kai und seinen Vater am vereinbarten Ort. Wir unterhalten uns kurz und ich springe schnell in meine Klamotten, das Kajak vom Dach und ab auf den Fluss. Wir paddeln los und unterhalten uns, über das Problem „Flussmüll und Meeresmüll“. Wir paddeln, reden, paddeln und reden. Das Tempo ist gut und wir machen gut Strecke.

Bei unsere ersten Stopp finden wir natürlich Müll, wie sollte es anders sein.
Kai und ich sammeln, was wir finden und entsorgen es am nahestehenden Mülleimer. Willst du ein Brot? Ich hab auch Tee, meint er: na klar, gerne! Wir sitzen am Ufer, genießen die Natur und fühlen uns entschleunigt.

Wir unterhalten uns über das Meer, über Tauchen und Jean Reno in seiner grandiosen Rolle in „Im Rausch der Tiefe“ – brillanter Film!

Als wir uns wieder auf den Weg machen, sind wir sehr lange ganz alleine auf dem Fluss, kein Schiff weit und breit, außer ein paar Ankerlieger. Wir passieren die ersten Industriehäfen und stellen fest, dass jede Stadt, jeder Flussabschnitt seinen eigenen Duft hat. In Köln angekommen sind wir fasziniert von den vielen Brücken, die von unten mächtig wirken, die Skyline von Köln hat auch ein bisschen was von Hamburg.

Wir schießen Fotos und ich zeige Kai, wo meine Bilder bald hängen werden.
Bis uns die Wasserschutzpolizei nett auffordert, die Fahrrinne für den Schiffsverkehr frei zu halten, na ja wer uns so nett bittet – machen wir das natürlich gerne. Es folgen die letzten Kilometer für heute, denn in Stammheim wartet Anja und es ist schon spät. Geschafft: Kai und ich nehmen uns in die Arme, drücken uns und bedanken uns beide für den tollen Tag. Das war bestimmt nicht die letzte gemeinsame Tour, die wir zusammen paddeln werden. Danke Kai!

Ich gebe noch mein Statement zum aktuellen Stand der Crowdfunding Kampagne, denn die Tage schwinden und die Gesamtsumme liegt bei 50% – da muss noch was gehen! Hier möchte ich auch noch einmal einen Spendenaufruf starten – Bitte unterstützt das Cleanriverproject.de

Kai wird von seinem Vater abgeholt und wir verabschieden uns,..
Und wir machen uns auf die Suche nach einem Campingplatz in der Nähe.
Angekommen, hauen wir uns den Bauch mit Nudeln voll, trinken noch ein alkoholfreies Bier und haben uns die belgische Waffel als Desert wirklich verdient.

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