Tag 5: Kopf hoch, du schaffst das.


Werde vor Sonnenaufgang wach und warte gespannt auf die Sonne, denn es kündigt sich ein vielversprechendes Wetter an. Ich darf die Sonnencreme auf keinen Fall vergessen.

Heute geht es früher an den Start, da ich heute Abend eingeladen bin mein Projekt im Praxislabor der ISSO vorzustellen. Beginne den Tag mit dem inzwischen immer gleichen Rhythmus. Unser Camping Nachbar ist auf das Projekt aufmerksam geworden und wir unterhalten uns, er verspricht die Ausstellung zu besuchen.

Ich verliere nicht viel Zeit und ziehe mein Kajak über den Rheinstrand ins Wasser, was sich später noch als Fehler herausstellen sollte. Los geht’s, und während mein Nachbar und Anja noch ein paar Fotos schießen, paddele ich stromab vorbei an den Industrielandschaften.

Da kommt der Wind von der Seite und ich versuche die Linie zu halten, will mein Skeg ausfahren und nichts geht!
Was ist los, Mist, denke ich und paddel erst einmal weiter, um nicht schon wieder anhalten zu müssen. Die nächste Rheinkurve ist nahe, aber der Wind kommt von vorne, also checke ich das Skeg bei meinem nächsten Stopp. Mit wirklich starkem Gegenwind und Low im Ohr, finde ich dennoch einen guten Rhythmus und mache gut Strecke.

Eine Sonnenblume wächst am Uferrand und so beschließe ich nach 2,5 Stunden einen kleinen Stop einzulegen.
Ich checke das Skeg und finde einen Stein, der sich dazwischengeklemmt hat, als ich mein Boot über den Strand gezogen hab‘. Mit ein bisschen Fummelei bekomme ich ihn frei, und ich sammle am Ufer noch ein wenig Müll.
Na ja, die vordere Gepäcklucke ist mal wieder voll und das in 10 Minuten. Am Ufer liegt ein riesiger Stein, der an einen gestrandeten Blauwal erinnert.

Kaum auf dem Rhein, bin ich Duisburg schon sehr nahe und denke an Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat die schönste Brücke im Land. In dem Moment fährt ein Zug darüber und ich schieße noch schnell ein Foto für meinen Freund Timo, der mir freundlicherweise seine Unterwasserkamera für die Reise zur Verfügung gestellt hat. Danke dafür!

777 und ich bin in Duisburg – die Wellen werden höher und der Schiffsverkehr ebenfalls. Schiffe von vorn, von hinten, von links und rechts. Ist hier gerade rush hour?? Ich arbeite mich langsam vorwärts und finde die Einfahrt in den Yachthafen, nahe dem Binnenschifffahrtsmuseum.

Dort werden ab Ende November meine Bilder ausgestellt und ich mache vorab einen kleinen Besuch, um ein Foto zu machen. Kurz darauf treffen wir noch unsere Ansprechpartner des Museums, und wir werden sehr nett und interessiert empfangen.

Wir packen das Boot auf’s Autodach und starten Richtung Koblenz. ISSO|lab ist heute das Ziel, dort darf ich mein Projekt im Rahmen eines MeetUps interessierten Menschen vorstellen. Auch mein Crowdfunding erwähne ich hier und bekomme viel Zuspruch, dass ich es schaffen werde – du schaffst das Stephan!

Ein wunderbarer Abend und ein toller Tag geht zu Ende.
Anja ist erst wieder am Sonntag dabei und macht so lange Platz für meine zwei Lieben.

Todmüde geht’s jetzt aber ins Bett. Gute Nacht!

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