Tag 6: Stau, Wolkenmacher und nette Menschen


Vorab – Danke liebe Kiwi, ich durfte in den letzten Wochen mein Boot bei dir unterstellen, mein Auto parken und du hattest immer ein wachsames Auge darauf.

Nach einem langem Morgen ohne Wasser unter dem Kiel, starten wir endlich in Richtung Duisburg. Ab heute ist meine Familie mit dabei und wird das Begleitfahrzeug steuern. Wir kommen gut voran und ich denke noch, super ich komme doch noch früh auf’s Wasser. Bevor ich es noch aussprechen kann, stehen wir im STAU! Ich erinnere mich an die letzten Tage, als ich mit dem Kajak unter den Brücken durchgeradelt bin und oben das Verkehrschaos herrschte.

15 Uhr und endlich in Duisburg, treffe ich einen Reporter der Regionalen Zeitung, der über mein Projekt berichten möchte. Nach dem Interview und ein paar Fotos, geht es dann auf’s Wasser. Beim einsetzen finde ich noch einige kleine Mikroplastikpartikel und kann sie dem Reporter direkt vor Augen führen.
Und da, ein Fahrrad, ein Einkaufswagen und eine Nahrungsverpackung, eine PET Flasche,…

Ich rufe noch schnell ein Tschüss bis später zu und starte los.
Auf Wiedersehen Duisburg, wir sehen uns dann im November.

Auf dem Weg in Richtung Nordsee komme ich immer wieder an Fabriken vorbei. Heute sind allerdings besonders dicken Wolkenmaschinen dabei. Wahnsinn, wie sie plötzlich aus dem Kamin Wolken in den Himmel schießen und danach fast verstummen. 20 km später will ich Kerstin treffen, wir haben einen Treffpunkt vereinbart, doch kann ich sie nicht finden. Ich paddle weiter und endlich finde ich sie. Allerdings ist die Strömung am Treffpunkt viel zu stark, die Steine zu dick und der Schiffsverkehr brummt im Dauertakt und produziert heftigen Sog!

Rufe noch, fahre weiter runter, aber anscheinend kam es bei dem Schiffsgebrumme nicht an. Per Telefon bekommen wir uns auch nicht, mein Handy hat sich auf Kopfhörer verstellt und so kann ich Kerstin nicht hören.

300 Meter weiter finde ich einen guten Ausstieg, klettere durch das Gebüsch und gehe Kerstin ohne Boot entgegen, denke ich. Als ich ankomme, ist sie nicht mehr da. Hat sie mich doch verstanden? Ich wieder zurück ab ins Boot und noch ein Stück weiter stromab. Da stehen sie am Ufer und wir haben uns gefunden. Kerstin hat unterwegs einen sehr netten Kollegen getroffen, ebenfalls Kajakfahrer und im besten Alter, hilft er mir das Boot zum Auto zu tragen. Wir unterhalten uns und ich bedanke mich für die spontan Hilfe. Er meint, wir können auch bei der Kanu Gesellschaft Dinslaken unterkommen – wieso nicht denken wir!

Also starten wir los und treffen die Wildwasser Trainingsgruppe, an der ich eben noch vorbei gepaddelt bin. Wir fragen nett an und werden freudig empfangen. Bekommen ein warmes Bett, eine warme Dusche, dürfen die Küche nutzen und das Bier kostet en Euro. TOP – danke Dinslaken für deine Gastfreundschaft!

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