Tag 20 – 14. Etappe: Peine – Wolfsburg


Bei der heutigen Etappe ging es auf dem Wasser turbulent zu. An den regen Schiffsverkehr auf den Kanälen und die entsprechenden Wellen hat Stephan sich inzwischen gewöhnt, seit er den Rhein hinter sich gelassen hat. Heute war jedoch einer dieser Tage, die ihm noch einmal deutlich gemacht haben, dass seine Unternehmung nicht ganz ungefährlich ist. Unmittelbar an einer Einfahrt zu einem Sportboothafen, mit einem großen Schild versehen: Sog und Wellenschlag vermeiden, hatte er eine unschöne Begegnung mit zwei Schiffen. Zunächst fuhr ein großes Binnenschiff im Schubverband langsam und gemächlich an Stephan vorbei und sorgte dafür, dass zwischen ihm und der Spundwand nur noch ca. 3 Meter für Stephan übrig blieben. Gleichzeitig wurde es an seiner Backbordseite von einem anderen Binnenschiff überholt, dass für enorme Wellen sorgte und den Kanal für eine lange Weile in Unruhe brachte. Solche Erlebnisse machen deutlich, dass scheinbar auch auf den Wasserstraßen nach der Maxime „der Stärkere gewinnt“ gehandelt wird. Rücksicht fehlt leider an vielen Stellen.

Dann hat Stephan aber doch noch ein bisschen Glück, na zumindest fast. Nach einer Stunde Wartezeit an der Schleuse ist es endlich soweit, das Schleusentor öffnet sich und es kann los gehen. Just in diesem Moment blitzt es auf der anderen Seite der Schleuse genau über dem Kanal. Für Stephan ein Signal das Wasser sofort zu verlassen und sich an Land in Sicherheit zu bringen, denn Paddeln auf dem Kanal während eines Gewitters ist alles andere als ratsam.
Einen Kilometer zurück findet er eine Ausstiegsstelle und ruft Franziska an. Diese hat die Blitze und den Donner beobachtet, aber gehofft, dass das Gewitter vorüber zieht (das hat es dann am Ende auch). Da eine Weiterfahrt aber zu riskant ist, fährt sie zum Kanal, um Stephan abzuholen. Erschöpft, aber gut gelaunt sitzt er samt Boot vor einer Baustelle und wartet.
Der Abend am Kanuverein verläuft ruhig und entspannt. Zum Abschluss des Tages können wir sogar noch ein Feuerwerk auf der gegenüberliegenden Seite des Sees beobachten, an dem wir heute übernachten. Die Musik die dort gespielt wird, ist allerdings eher eine Zumutung und hört hoffentlich bald auf…