Tag 6 – CleanUp Düsseldorf


Nach einer erholsamen Nacht auf dem Cruising Home klingelt am Morgen der Wecker wieder viel zu früh. Das 3. CleanUp unserer Tour steht bevor und bis zum Eintreffen der freiwilligen Rivercleaner ist noch viel zu tun!
Im Anschluss an ein nahrhaftes Frühstück besichtigen wir unser heutige Eventlocation: eine Plattform auf dem Wasser samt altem Plattbodenschiff stehen uns Dank des Hafenmeisters der Marina Düsseldorf zur Verfügung. Wir sind vollkommen von den Socken und freuen uns über so einen tollen Ort.
Der einzige Nachteil: wir müssen unser ganzes Equipment viele Meter weit, ebensoviele Stufen runter und am Abend wieder hoch schleppen. Zum Glück haben wir ein paar helfende Hände, die uns tatkräftig unterstützen.

Und dann ist es schon soweit, zahlreiche Vertreter der Presse sind vor Ort und auch Rivercleaner trudeln langsam ein. Auf ein paar UnterstützerInnen freuen wir uns ganz besonders: wir lernen heute Victoria von Blockblocks Rhein Cleanup kennen, die mit ihrem Team regelmäßig CleanUps in Düsseldorf veranstaltet. Außerdem ist die Nationalmannschaftskanutin Katharina Köther vor Ort, um mit uns aktiv zu werden.

Nach rund zwei Stunden Müll sammeln bei schönstem Sonnenschein, machen wir uns auf den Rückweg und staunen nicht schlecht, was mal wieder alles zusammen gekommen ist. Vom Autoreifen über Glitter-Konfetti bis hin zu einer alten Penaten Creme Dose gab es auch wieder viel Alltagsmüll: Zigarettenstummel, Verpackungen, Flaschen etc.

Beim Einladen der Sachen werden wir von einem kleinen Tief eingeholt, indem wir uns fragen, wie wir dieses Pensum die nächsten drei Wochen durchhalten sollen. Das ist sicherlich zum einen der Erschöpfung und enormen Anstrengung geschuldet und zum anderen aber eine berechtigte Frage, auf die wir noch keine Antwort haben.
Ein paar aufmunternde Worte heben die Stimmung und wir lassen den Abend, vollkommen k.o., gemeinsam mit dem Filmteam des SWRs auf dem wunderschönen Plattbodenschiff ausklingen.

Am Campingplatz (dem geplanten Übernachtungsort) angekommen, werden wir dann noch einmal auf die Probe gestellt – denn die Öffnungszeiten sind seit 20 Minuten vorüber. Die Schranke ist unten und die Rezeption dunkel. Auf telefonische Nachfrage beim Betreiber erhalten wir die Antwort, dass dieser bereits im Schlafanzug sei und es nicht möglich sei uns noch einzulassen. Nach längerem hin- und her überlegen und Abwägen, was wohl die beste Alternative sei, kamen wir zu dem Schluss, dass es am sinnvollsten wäre, einfach vor der Schranke zu übernachten. Gesagt getan. Ungeduscht, erschöpft aber mit einem Lächeln im Gesicht gehen wir alle ins Bett. Denn morgen wartet eine neue Etappe auf uns. Von Düsseldorf geht es bis nach Oberhausen.

Wir danken der Innofact AG, dem heutigen Streckenpaten, für die Unterstützung.