wie du im Alltag plastik vermeiden und die umwelt schützen kannst

Unsere Tipps  für weniger Plastik

Für die meisten von uns ist Plastik aus dem Alltag nicht wegzudenken. Einkäufe sind in Plastik verpackt, Kleidung wird aus Kunststoffen hergestellt, Spielzeug ist ebenfalls oftmals aus Plastik. Insgesamt verbraucht im Schnitt jede*r Deutsche 38,5 Kilogramm Plastik im Jahr. Dafür, dass das Material für seine Leichtigkeit bekannt ist, eine ganz schöne Menge.

Voll und ganz auf Plastik zu verzichten, klingt also erstmal nach einer ziemlich unlösbaren Aufgabe. Dass es an manchen Stellen aber auch ganz einfach sein kann, überflüssiges Plastik einzusparen und dass sich eine Auseinandersetzung mit dem Thema lohnt, zeigen wir dir auf dieser Seite. Hier haben wir einige Tipps und Tricks zusammengestellt, die uns persönlich auf dem Weg zu einem Leben mit weniger Plastik helfen – ohne dass wir das Gefühl haben, dabei wirklich auf etwas verzichten zu müssen. Vielleicht ist ja das ein oder andere dabei, das auch du dir vorstellen kannst!?

Ob Plastikprodukt oder nicht – wir fragen uns oft: brauche ich das jetzt wirklich, kann ich es mir auch ausleihen oder vielleicht sogar selbst herstellen, um Ressourcen zu sparen? 

Refuse, Reduce, Reuse, Recycle lautet unsere Devise. Doch das klappt natürlich nicht immer. Deswegen hier unsere wichtigsten Tipps für weniger Plastik im Alltag.

 

Tipp 1 für weniger Plastik

Leitungswasser trinken

Wasser in Plastikflaschen in die Wohnung im 4. Stock zu tragen ist nicht nur anstrengend, sondern auch ziemlich teuer. Leitungswasser hat im Vergleich zu Mineralwasser in Plastikflaschen eine weitaus bessere Ökobilanz und ist zudem weniger mit Chemikalien und Schadstoffen belastet. Für unterwegs kannst du dir eine wiederbefüllbare Flasche aus Glas oder Aluminium anschaffen. Über Refill findest du auch unterwegs Orte, wo du deine Flasche kostenlos mit frisch gezapftem Leitungswasser wieder auffüllen kannst. Falls du noch auf der Suche nach einer schönen Trinktflasche bist, schau dich doch mal in unserem Shop um!

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Tipp 2 für weniger Plastik

To Go = No Go

58 % der Deutschen greifen laut einer Studie gelegentlich zu Coffee to go Bechern. Jährlich entsteht dadurch ein Stapel von 2,8 Milliarden Bechern, der 7 mal um die Erde reicht. Während wir unseren Kaffee in nur 5 Minuten getrunken haben, dauert es Jahrhunderte bis der Becher samt Beschichtung und Plastikdeckel in der Natur verrottet.

Wir versuchen uns, wann immer möglich, die Zeit zu nehmen, um unseren Kaffee zu genießen. Morgens in der Lieblingstasse am Küchentisch, mittags, nach dem Essen mit Kollegen oder nachmittags im Café mit Freunden. Und wenn es doch mal schnell gehen muss, ist der Thermobecher eine super nachhaltige Alternative zum To Go Becher. Inzwischen füllen auch viele Cafés, Kantinen oder Restaurants ihren Kaffee gerne in deinen mitgebrachten Becher. Das gilt übrigens nicht nur für Kaffee, sondern auch für Speisen und andere Getränke. Einfach die eigenen Mehrweg-Behälter mitbringen und ohne schlechtes Gewissen auch To Go genießen.

 

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Tipp 3 für weniger Plastik

Kaufkraft nutzen und unverpackt einkaufen

Wir kennen alle die eingeschweißte Gurke oder die geschälte Banane in Plastikfolie, die nur allzu oft für Kopfschütteln sorgen. Trotzdem werden sie in vielen Supermärkten noch angeboten. Hier kannst du deine Macht als Konsument*in nutzen und klare Signale an Industrie und Politik senden, indem du unverpackt einkaufst und nachhaltige Unternehmensmodelle unterstützt, die sparsam mit Ressourcen umgehen.

Frisches Obst und Gemüse ganz ohne Verpackung und meist saisonal und regional bekommst du auf Wochenmärkten oder auch in Gemüsekisten von SoLaWi-Initiativen*. Es lässt sich ganz wunderbar in selbst genähten Obst- und Gemüsenetzen oder -säckchen transportieren. Inzwischen findest du auch in vielen Städten Unverpacktläden, die keine Wünsche mehr offen lassen und auch normale Supermärkte verändern ihr Sortiment. Einfach die eigenen Behälter von Schraubglas bis Stoffsäckchen mitbringen und abfüllen soviel du brauchst – ganz ohne oder zumindest mit deutlich weniger Plastik- und Verpackungsmüll. Deinen Einkauf kannst du in einem wiederverwendbaren Beutel, deinem Rucksack oder in einem Korb verstauen. 

*SoLaWi bedeutet solidarische Landwirtschaft und bezeichnet eine Organisationsform in der Landwirtschaft, bei der eine Gruppe von Verbrauchern auf lokaler Ebene mit einem oder mehreren Partner-Landwirten kooperiert.

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Tipp 4 für weniger Plastik

Augen auf bei Kosmetikprodukten

Neben der Verpackung verbirgt sich in Zahnpasta, Shampoo und Co. oft auch verstecktes Mikroplastik unter den Namen Polyethylen (PE) oder Polyquaternium (PQ). Wenn du sicher gehen willst, kein Mikroplastik im Bad zu haben, kannst du viele Produkte ganz einfach selber machen oder zertifizierte Naturkosmetik verpackungsfrei kaufen. Diese kommt dann ganz ohne erdölbasierte Inhaltsstoffe aus. Auch Apps wie beispielsweise ToxFox  oder CodeCheck können die helfen, Produkte mit bedenklicher Umweltbilanz zu vermeiden. Sobald du den Barcode von Kosmetik- und anderen Produkten mit deinem Handy scannst, zeigen dir die Apps, ob und wenn ja, welche umweltschädlichen Inhaltsstoffe darin stecken.

 

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Tipp 5 für weniger Plastik

Mikroplastik beim Waschen vermeiden

Synthetische Textilien sind mit 35 % die größte Eintragsquelle von Mikroplastik im Meer*, Wahnsinn oder? Welche Kleidung wir tragen und wie wir waschen, hat also ebenfalls einen enormen Effekt auf unsere Gewässer. Viele Kleidungsstücke bestehen zumindest teilweise aus synthetischen Materialien wie Polyester, Polyamid, Elasthan oder Acryl. Bei jedem Waschgang lösen sich Tausende von Fasern aus T-Shirts, Sportklamotten und Co.

Doch auch hier kannst du gegensteuern, indem du weniger, bei niedrigen Temperaturen und ohne Weichspüler wäschst. Deine Kleidungsstücke möglichst lange nutzt und gegebenenfalls reparierst, falls sie defekt sind. Wenn du shoppen gehst, dann achte auf natürliche Fasern und kaufe möglichst regional und fair produzierte Kleidung. Du kannst deine Synthetikwäsche beispielsweise auch im speziell entwickelten Wäschesack „Guppy Bag“ waschen. Der verhindert, dass der Faserabrieb abfließt. Den Abrieb anschließend aus dem Netz sammeln und im Restmüll entsorgen. So landet weniger Mikroplastik im Meer.

(*Quelle BUND)

 

Tipp 6 für weniger Plastik

Richtig entsorgen

Plastik zu vermeiden ist der Königsweg. Aber nobody is perfect und so fällt natürlich auch mal Müll an. Um den Recyclingprozess möglichst effizient zu gestalten, kannst du bereits zu Hause einen erheblichen Beitrag leisten, indem du Müll richtig trennst. Doch das ist manchmal gar nicht so einfach. 

Hier einige Tipps, was in die Wertstofftonne kommt: 

  • Kunststoffe, Alu, Weißblech und Materialverbunde wie Getränkekartons oder beschichtete Tiefkühlverpackungen 
  • Elektrogeräte haben darin nichts zu suchen

Joghurtbecher müssen, sind sie gut ausgelöffelt, nicht ausgewaschen werden. 

Achte darauf, die Deckel von Tetrapacks abzuschrauben und auch Folien von Deckeln wie z.B. bei Joghurtbechern, Käse- oder Wurstverpackungen zu lösen. Denn die Recyclingmaschinen tun sich schwer, die unterschiedlichen Materialien voneinander zu trennen. Ausführliche Infos dazu findest du zum Beispiel beim NABU.