16. Februar 2022

Fakt des Monats

EU Richtlinie verbietet Plastiktüten seit Januar 2022

Fakt: Wenn man die 2018 verbrauchten Knotenbeutel aneinanderlegt, lässt sich die Erde am Äquator 29 Mal umrunden.

Wer kennt sie nicht, die dünnen Obst- und Gemüsebeutel aus Plastik, welche auch unter dem Namen “Knotenbeutel” oder “Hemdchenbeutel” bekannt sind. Mit ihrer dünnen Wandstärke von unter 15 Mikrometern fallen sie genau durch das Radar der EU-Richtlinie bezüglich Plastiktüten. Diese besagt, dass Plastiktüten mit einer Wanddicke von 15 bis 50 Mikrometern in Supermärkten seit Januar 2022 verboten sind. Als Gründe der Ausnahme werden ein hygienischer Umgang mit Lebensmitteln, sowie die Gefahr, dass durch ein Verbot Hersteller zu mehr Verpackungen geneigt sind, genannt.

Seit 2015 ist der Verbrauch von Plastiktüten in Deutschland um ca. 60 % zurückgegangen.

Dieser Erfolg ist vor allem der Einführung einer Abgabe auf Plastiktüten im Jahr 2016 zu verdanken. Das neue Verbot der Plastiktüten ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Plastikvermeidung. Dennoch sollte man die dünnen Knotenbeutel nicht unbeachtet lassen und unterschätzen, denn 2018 lag der jährliche Verbrauch in Deutschland bei 3,06 Milliarden Tüten, also 5800 Knotenbeutel pro Stunde. Diese 3,06 Milliarden Tüten aneinandergelegt erreichen eine Länge von 1,16 Millionen Kilometer, was ausreicht um die Erde 29 mal am Äquator zu umrunden.

Durch das leichte Gewicht, welches pro Tüte etwa 2 Gramm beträgt, fliegen die Tüten leicht weg und können so schnell in die Umwelt gelangen. Dort werden sie zur Gefahr für Tiere und langfristig auch für den Menschen.

Um die dünnen Plastiktüten aus dem eigenen Leben zu verbannen, kann man Obst und Gemüse unverpackt einkaufen oder auf Mehrwegnetze setzen. Auch für Brot vom Bäcker oder Wurst und Käse aus Frischetheken kann man eigene wiederverwendbare Beutel oder Behälter für einen hygienischen Transport mitbringen.

Nutzt Du noch Knotenbeutel beim Einkauf oder setzt Du bereits auf nachhaltige Alternativen?
Bist du für Maßnahmen wie eine Abgabe auf die dünnen Beutel oder sogar ein Verbot der Tüten?

 

Quellen:
www.duh.de
www.bundesregierung.de




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